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TSUNAMI 2004

Es ist der morgen des 26. Dezember 2004. Vor der Nord - Westküste Sumatras, im indischen Ozean, bahnt sich die grösste Naturkatastrophe der jüngeren Menschheitsgeschichte an. Im Meer vor Sumatra drückt die indisch-australische auf die eurasische Platte. Auf mehreren Hundert Kilometern zerbricht der Meeresboden. Riesige Flächen werden in Sekundenbruchteilen nach oben gedrückt, kaum vorstellbare Energiemengen freigesetzt und lösen ein Seebeben mit der Stärke 9,0 auf der Richterskala aus. Die Meeresoberfläche hebt sich und die Wellen der Verwüstung rollen auf das Festland und die Inselwelt des Indischen Ozeans zu. Etwa 15 Minuten später erreicht die erste Welle Sumatra und rollt über das flache Land um Aceh (Indonesien). Ganze Dörfer werden innerhalb weniger Minuten weggeschwemmt. Menschen und Tiere sind der Gewalt der Wasserwände machtlos ausgesetzt und nur wenige überleben. Ungefähr 30 Minuten nach den ersten Beben erreichen die Todeswellen die Inselkette der Nicobaren und Andamanen. Diese Inselkette umsäumt die Andamanensee vor der Küste Thailands und Myanmars, gehört aber politisch zum Indischen Hoheitsgebiet. Einige der Inseln werden noch von Ureinwohnern (Negritos) bewohnt die streng geschützt und abgeschirmt von der Zivilisation wie in der Jungsteinzeit in Einklang mit der Natur leben. Die Stämme der Sentilesen, Schompen, Nicobaren und Onges verstehen noch die Sprache der Natur die uns „zivilisierten“ Menschen abhanden gekommen ist. Nicht nur die Naturvölker sondern auch die wilden Tiere bemerken das Unheil lange bevor ein, in diesen Gebieten nicht installiertes seismographisches Frühwarnsystem, vor dem Unheil hätte warnen können. Die letzten ca. 50 Ureinwohner der Sentilesen befanden sich im Landesinnereren oder konnten sich rechtzeitig an sichere, höhergelegene Plätze retten.

 Von wildlebenden Tieren wie z.B. Elefanten wurden keine Kadaver gefunden was ebenfalls auf diesen natürlichen Instinkt hinweist. Währenddessen rollt der Tsunami unaufhaltsam weiter, in östlicher Richtung, auf die Küsten von Thailand und Myanmar zu. Thailands Küstenregionen sind touristisch voll erschlossen und befinden sich an Weihnachten zu Beginn der Hochsaison. Die Hotels sind, wie jedes Jahr um diese Zeit, gut belegt. Das Seebeben liegt jetzt etwa 90 Minuten zurück als die erste Welle die Halbinsel Phuket und das Festland bei Khao Lak erreicht. Zu diesem Zeitpunkt haben in Indonesien bereits über 100.000 Menschen Ihr Leben verloren. Die Wellen treffen die Ferieninsel Phuket sowie vorgelagerte Inseln wie Kho Phi Phi und nehmen viele Einheimische aber auch sehr vielen Touristen das Leben. Besonders hart betroffen ist die Gegend um Khao Lak.  Hier sind lange ausgedehnte Strände direkt am offenen Meer, die Hotelanlagen liegen in unmittelbarer Strandnähe und werden von den Mörderwellen erfasst und dem Erdboden gleichgemacht. Die meisten Hotelangestellten und Touristen verlieren Ihr Leben. In der anderen Richtung rollt die Tsunami Welle über den gesamten Indischen Ozean gen Westen auf die Küsten Sri Lankas und Indiens zu. Es vergehen etwa 120 Minuten bis die erste Welle Sri Lanka erreicht. Vor allem betroffen ist die Ostküste und besonders die Arugam Bay die bereits vor dem Tsunami unter Surfern aus aller Welt Ihrer hohen Wellen wegen berühmt war. Die gesamte Bucht, ähnlich wie Khao Lak in Thailand, bestand überwiegend aus Hotelanlagen. Nach den Wellen die sich hier besonders hoch auftürmten blieb nicht viel übrig. Viele Lokale und Touristen mussten Ihr Leben lassen. Im Gegensatz zu Thailand besteht in Sri Lanka aber keine so gut funktionierende Infrastruktur. Die einzige Brücke zum Festland ist zerstört und die Wirren des Bürgerkrieges nagen noch immer an dem Land. Die Tsunami Wellen führen Ihren Weg der Zerstörung indessen weiter. Weite Teile Süd Indiens werden erfasst. Die Inselwelten der Malediven und Seychellen werden teilweise komplett überflutet. Die letzten betroffenen Staaten befinden sich an der Ostküste Afrikas. Nach bis zu 7 Stunden hat der Tsunami selbst hier noch Todesopfer gefordert.

 

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